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21. August 2008
Gleitschirmflieger von Adler attackiert


Bern - Bange Minuten hat ein Gleitschirmflieger im Berner Oberland erlebt: Urs Dubach, Organisator des diesjährigen Gleitschirmweltcups in Grindelwald, wurde auf einem Flug im Kiental von einem Adler attackiert. Er konnte mit seinem Fluggerät aber sicher landen. Der zuständige Jagdinspektor reagierte überrascht.

Der Vorfall ereignete sich bereits zum letzten Monatswechsel, bestätigte Dubach am Donnerstag einen Bericht der Zeitung «20Minuten». Er habe damals von einem Startplatz bei Frutigen in Richtung Grindelwald fliegen wollen und im Kiental in einem Schatten an Höhe verloren. «Plötzlich hörte ich ein Krachen in der Schirmkappe», berichtete Dubach: Er sah darauf, wie ein Adler mit den Krallen einen Riss in den Schirm machte. Der Adler flog ein zweites Mal von hinten an und beschädigte den Schirm erneut. Dubach beschleunigte und flog weg. Der Schirm ließ sich laut Dubach noch gut fliegen. Trotzdem habe er den Schaden nicht abschätzen können und sei deshalb im Kiental gelandet. In Gefahr habe er sich nicht befunden.

Später hörte Dubach, dass er nicht der erste war, der von dem Adler angegriffen wurde. Für ihn ist der Fall aber trotzdem absolut außergewöhnlich, habe er doch bereits viele sehr schöne Erfahrungen mit Adlern gemacht. «Oftmals genießt man sogar gemeinsam den Aufwind und die Tiere fliegen einige Meter über dem Schirm in die Höhe», berichtete Dubach. Von Horsten halte man grundsätzlich Abstand.

Der Berner Jagdinspektor Peter Juesy reagierte auf Anfrage «sehr erstaunt» über den Vorfall. Der zuständige Wildhüter sei nicht über den Fall informiert worden. Einen eigentlichen Angriff schloss Juesy aus. Die Jungtiere der Adler fliegen aber Ende Juli, anfangs August aus. Es könne beispielsweise sein, dass das Junge auf dem Rand des Nests Flugversuche gemacht und ein erwachsenes Tier das Revier verteidigt habe. In dem Gebiet halten sich laut Juesy ein bis zwei Adlerpaare auf.








 
 



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