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21. August 2008
Obama und McCain im Umfrage praktisch gleichauf


Washington - Kurz vor den Parteitagen von Demokraten und Republikanern in den USA liegen die beiden designierten Kandidaten für die Präsidentschaft, Barack Obama und John McCain, in der Wählergunst praktisch gleichauf. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Fernsehsenders CBC News und der Zeitung «New York Times» kam Obama auf 45 Prozent, McCain auf 42 Prozent. Die Fehlermarge wurde mit drei Prozentpunkten angegeben. Noch vor zwei Wochen lag Obama mit sechs Punkten in Führung.

Mit Spannung wird in den USA die Entscheidung der beiden Bewerber über ihren jeweiligen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten erwartet. Es gilt als wahrscheinlich, dass Obama seine Wahl bis Samstag bekanntgibt. Als Favorit gilt der 65-jährige Joe Biden, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat. Der republikanische Kandidat McCain will unmittelbar nach dem Parteitag der Demokraten seinen «Running mate» benennen.

Die beiden Kandidaten verständigten sich unterdessen auf drei Rededuelle bis zur Wahl. Zum ersten Mal werden die Kandidaten am 26. September an der Universität von Mississippi zusammentreffen und angeleitet von einem Moderator in erster Linie über Außen- und Sicherheitspolitik diskutieren. Am 7. Oktober wird es an der Belmont Universität im Staat Tennessee eine offenere Diskussion geben, bei der Zuschauer vor Ort und Internetnutzer Fragen an die Kandidaten richten dürfen. Am 15. Oktober, etwa drei Wochen vor der Wahl am 4. November, werden McCain und Obama an der Hofstra-Universität im Staat New York über Innen- und Wirtschaftspolitik debattieren.

Die jeweiligen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft sollen Anfang Oktober zu einem Rededuell zusammentreffen. Deren Nominierung steht unmittelbar bevor: Die Convention der Demokraten in Denver endet am 28. August. Damit hat McCain, der am 29. August 72 Jahre alt wird, drei Tage Zeit, ehe am 1. September in St. Paul der Parteitag der Republikaner beginnt.

McCain geriet unterdessen in Erklärungsnot. Auf Nachfrage eines Politikforums konnte er nicht sagen, wie viele Immobilien er und seine vermögende Frau Cindy eigentlich besäßen. Sein Team werde die Antwort nachliefern, sagte er «Politico» zufolge. Die McCains besäßen mindestens vier Immobilien in drei Staaten, hieß es später. McCain war zuvor bei einer Debatte in die Kritik geraten, als er sagte, ein Amerikaner sei erst ab einem Einkommen ab fünf Millionen Dollar reich.








 
 



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