Der frühere Bundesverteidigungsminister Volker Rühe (CDU) hat aus Anlass des Todes zehn französischer Soldaten der Bundesregierung eine Verharmlosung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan vorgeworfen. «Unsere Soldaten sind Kämpfer in diesem Krieg», sagte Rühe der «Süddeutschen Zeitung».
Die Bundesregierung versage bei der Kommunikation, da in Deutschland der Eindruck herrsche, in Afghanistan werde «bewaffnete Entwicklungshilfe» geleistet. «Tatsächlich sind wir im Krieg gegen aufständische Taliban.»
Rühe setzt sich dafür ein, dass deutsche Soldaten in ganz Afghanistan bei Bedarf an Kampfeinsätzen an der Seite von Nato-Verbündeten teilnehmen. Zugleich verlangte der frühere CDU-Generalsekretär, dass die Nato klare Ziele für den Einsatz in Afghanistan formulieren müsse. Falls diese nicht erreicht würden, müsse die Allianz diese Mission neu bewerten.
