Die EU-Kommission hat die Auszahlung von Agrarsubventionen an Rumänien teilweise ausgesetzt. Es gehe um einen Betrag von 30 Millionen Euro, sagte Kommissionssprecherin Nathalie Charbonneau am Donnerstag in Brüssel. Rumänien habe einen Aktionsplan zur Verbesserung der Mittelverwaltung vorgelegt, der von der Kommission jedoch als unzureichend eingestuft worden sei.
Rumänien und das Nachbarland Bulgarien gehören der EU seit Januar 2007 an. Bereits im Juli legte die EU-Kommission für Bulgarien bestimmte Fördermittel in Höhe von 486 Millionen Euro auf Eis.
Der Chef der Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF, Franz-Hermann Brüner, hält sich derzeit zu Gesprächen mit der bulgarischen Regierung in Sofia auf. «Wir brauchen bei der Bekämpfung von Betrug und Korruption in Bulgarien eindeutige Ergebnisse», forderte Brüner in einer Pressemitteilung. Untersuchungen von OLAF zur Verwendung der EU-Fördermittel in Bulgarien hatten letztlich zur Aussetzung der Zahlungen geführt.
