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21. August 2008
(Update) - Springreiter Ahlmann bei Olympia gesperrt


Peking - Wegen Dopingverdachts sind beim olympischen Springreitturnier vier Pferde disqualifiziert worden, darunter auch «Cöster» des Deutschen Christian Ahlmann. Bei allen Tieren sei das Mittel Capsaicin festgestellt worden, teilte der internationale Reitsportverband am Donnerstag mit.

Weitere Sperren wurden gegen den Norweger Tony Andre Hansen mit «Camiro» verhängt sowie gegen den Iren Dennis Lynch mit «Lantinus» und den Brasilianer Bernardo Alves mit «Chupa Chup». Sie durften am (heutigen) Donnerstag nicht am Einzelspring-Finale teilnehmen. Den Norwegern, die im Mannschaftsreiten Bronze gewonnen hatten, droht überdies die Aberkennung ihrer Medaille. Das Ergebnis der B-Probe steht noch aus. Capsaicin steht wegen seiner schmerzbekämpfenden Eigenschaften auf der Dopingliste.

«Ich kann nicht sagen, wie es verabreicht wurde», sagte Paul Farrington vom Veterinärausschuss. «Normalerweise geschieht das mit einer Creme oder einer Paste. Es wird nicht über das Maul gegeben.» 15 von 49 Pferde aus dem Wettbewerb seien willkürlich ausgewählt worden, darunter eines aus jedem Team, das eine Medaille gewonnen habe.

Die ukrainische Silbermedaillengewinnerin im Siebenkampf, Ljudmila Blonska, wurde wegen Dopingverdachts für das Weitsprung-Finale am (morgigen) Freitag vorläufig gesperrt. Wie das IOC am Donnerstag mitteilte, war die 30-Jährige positiv auf ein verbotenes Steroid getestet worden. Sollte sie am Freitag von der IOC-Disziplinarkommission schuldig gesprochen werden, wird ihr auch die Silbermedaille aberkannt und sie von den Spielen ausgeschlossen. Blonska lag in der Weitsprung-Qualifikation auf Rang drei mit einer Weite von 6,76 Meter.

Pech für deutsche Segler

Für Deutschland gewannen der Langstreckenschwimmer Thomas Lurz und die Fußball-Damen Bronze. Der 28-jährige Sportsoldat schlug über die 10.000-Meter-Distanz als Dritter an mit zwei Sekunden Rückstand auf den Niederländer Maarten van der Weijden. David Davies aus Großbritannien konnte einen zunächst herausgeschwommenen Vorsprung nicht halten und kam nach einem spannenden Schlussspurt auf Rang zwei.

Bei den Fußballerinnen erzielte Fatmire Bajramaj zwei Tore in der zweiten Halbzeit und sicherte der deutschen Mannschaft so den Sieg über Japan. Die deutschen Kickerinnen hatte bereits bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und 2000 in Sydney den dritten Platz errungen.

Pech hatten dagegen die deutschen Segler beim Wettbewerb der Tornado-Klasse. Ihr Katamaran kenterte bei starkem Wind und hohen Wellen. Die Goldmedaille ging an Spanien, Silber und Bronze sicherten sich Australien und Argentinien.








 
 



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