Mit Künstlern von Weltrang und hochkarätigen Aufführungen wartet das Weimarer Kunstfest «Pèlerinages» auf. In diesem Jahr steht es unter dem Motto «Unstern», das dem Titel eines späten Klavierstückes von Franz Liszt entlehnt wurde, wie Kunstfest-Intendantin Nike Wagner am Donnerstag vor der Eröffnung des Festivals in Weimar sagte. Als einen Höhepunkte kündigte die Ur-Urenkelin von Liszt die Aufführung der Deutschen Symphonie von Hanns Eisler an, die dem «Gedächtnis Buchenwald» gewidmet ist.
Weitere Highlights sind den Angaben zufolge Konzerte der Berliner Philharmoniker mit Klassik und Swing, die Uraufführung eines Werkes von Olga Neuwirth «Kloing» und die Auftritte der weltberühmten Bratschisten Tabea Zimmermann mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und dem Mazarteum Orchester aus Salzburg.
Hervorhebenswert sind auch zwei begleitende Ausstellungen im Stadtschloss und in der Galerie ACC. Die eine hat die fürstliche Sehnsucht nach Individualismus zum Gegenstand und trägt den Titel: «Wozu braucht Carl August einen Goethe?», die andere zeigt Visionen zeitgenössischer Künstler zum Thema «Unstern. Sinistre. Disastro».
Das Budget des Festivals beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro; die Veranstalter rechnen mit 10.000 Besuchern.
