
21. August 2008
Obst und Gemüse laut Greenpeace mit Pestiziden belastet
Hamburg - Deutsches Obst und Gemüse ist laut Greenpeace häufig mit illegalen und gesundheitsschädlichen Pestiziden belastet. Von 2.176 Proben enthielten 199 verbotene Pflanzenschutzmittel, wie die Umweltschützer am Donnerstag mitteilten. Grundlage sei eine Untersuchung von Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Die meisten Rückstände von illegalen Pestiziden fanden sich demnach in frischen Kräutern und Himbeeren, gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren.
Insgesamt spürte Greenpeace nach eigenen Angaben in den behördlichen Untersuchungsergebnissen 59 in Deutschland verbotene Agrargifte auf. Drei Viertel dieser illegalen Wirkstoffe gelten als besonders gesundheits- und umweltschädlich. 21 davon seien in der ganzen EU verboten. In sechs Proben sei die sogenannte akute Referenzdosis für Pestizide der Weltgesundheitsorganisation überschritten worden, erklärte Greenpeace. Derart belastete Lebensmittel könnten bei Kindern akute Gesundheitsschäden hervorrufen.

|
|
|