Ostdeutschland liegt bei der Bevölkerungsentwicklung europaweit auf dem letzten Platz. Nirgendwo sind großflächig so viele junge Frauen abgewandert, was die geringe Geburtenrate weiter drückt und die Überalterung beschleunigt. Dies zeigt eine am Donnerstag veröffentliche Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Ausgerechnet die Hauptstadt Berlin weist demnach mit durchschnittlich nur 1,18 Kindern pro Frau die niedrigste Geburtenrate im ganzen Land auf.
Hingegen haben Island, Irland und Zypern eine junge Bevölkerungsstruktur und wachsen stark. Hohe Kinderzahlen weisen auch Frankreich, Norwegen, Irland und Großbritannien auf. Frankreich, das im Jahr 2000 noch 23 Millionen Einwohner weniger hatte als Deutschland, dürfte die Bundesrepublik bis 2050 als einwohnerstärkstes Land Europas ablösen.
