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21. April 2009

Programmfenster rund, eckig oder gezackt



Frankfurt - Eine neue Generation von Computerprogrammen setzt sich in Szene: AIR-Applikationen befreien Web-Anwendungen aus dem Browser. Sie können unter Windows ebenso genutzt werden wie auf dem Mac oder auf dem Linux-PC. Und das Programmieren in AIR lässt sich leicht erlernen. Hilfestellung geben Christian Pfeil in einem Buch und Sven Claar in einem Video.

Die von Adobe entwickelte Technik eröffnet neue Möglichkeiten für Web-Designer und Flash-Profis. Wer bisher nur mit HTML und CSS oder eben mit Flash gearbeitet hat, kann sich nun auf andere Weise verwirklichen. Interessante AIR-Programme sind etwa das TweetDeck für die Nutzung des Twitter-Dienstes oder ein eBay-Programm für den Desktop.

Das AIR SDK (Software Development Kit) kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Damit hat man bereits alles, was man fürs Programmieren braucht. Sehr viel bequemer lassen sich AIR-Programme aber entwickeln, wenn man mit dem Dreamweaver für die Gestaltung von Webseiten oder mit Flash arbeitet. Beide Programme haben eine Erweiterung für AIR. Für komplexere Programme bietet sich die Entwicklungsumgebung FlexBuilder an, oder die ebenfalls auf der Eclipse-Plattform aufbauende OpenSource-Alternative Aptana.

Schritt für Schritt zur ersten Anwendung

Christian Pfeil führt den AIR-Neuling Schritt für Schritt zur ersten Anwendung - das ist natürlich beim Erlernen einer neuen Programmiertechnik traditionell ein Fenster mit der Ausgabe des Textes «Hallo Welt». Der Programmcode besteht schlicht aus HTML. Dann bekommt die Anwendung aus Sicherheitsgründen ein digitales Zertifikat. Und schließlich wird ein Installationspaket mit der Dateierweiterung .air erstellt - das ist das Pendant zu den exe-Dateien für Windows-Programme.

Wer noch kein AIR-Programm auf dem Computer laufen hat, muss erst noch die «Runtime-Umgebung» installieren. Diese stellt die Schnittstellen für das jeweilige Betriebssystem zur Verfügung, damit ein Programm auch die Zwischenablage oder die Festplatte des Anwenders nutzen kann.

Der Welt «Hallo» zu sagen, ist die einfachste Übung. Gleich im nächsten Schritt von Pfeils Lehrbuch geht es weiter mit der Programmierung von eigenen Fenstern und Menüs. Die Vielseitigkeit von AIR zeigt sich darin, dass es oft verschiedene Wege zum angestrebten Ziel gibt. So lässt sich ein Fenster mit den jeweiligen Anweisungen von ActionScript (der Skriptsprache von Flash), JavaScript oder des Flex-Frameworks erstellen - je nachdem, ob Flash oder HTML die Basis der Anwendung werden soll. Der kreative Fenstergestalter hat alle Freiheiten, die man sich nur vorstellen kann: «Egal, ob rund, eckig, gezackt oder mit Loch, mit Adobe AIR lassen sich Fenster ganz einfach anpassen», erklärt Pfeil.

Während dessen Buch die ersten Schritte in die AIR-Technik begleitet, erklärt das im gleichen Verlag erschienene Lehrvideo auch eingehend die weiterführenden Möglichkeiten, wobei das Arbeiten mit dem FlexBuilder im Mittelpunkt steht. Das Video-Tutorial zeigt etwa, wie eine Datenbank mit Hilfe von SQLite erstellt, Drag & Drop in der eigenen Anwendung unterstützt oder ein externes PDF-Dokument geladen wird.

Der Flex-Experte Sven Claar führt seine Schülerinnen und Schüler in acht Stunden durch 78 Lektionen und wünscht: «Happy Coding!» Sowohl die dem Buch beiliegende DVD als auch die Video-DVD enthalten den Code aller Beispiele, so dass sich die Anwendungen einfach nachvollziehen und für eigene Projekte anpassen lassen.






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