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21. März 2006 07:53 Uhr
Microsoft und Interpol gemeinsam gegen Phishing


Brüssel - Der Software-Konzern Microsoft hat am Montag zusammen mit Interpol eine weltweite Kampagne gegen das sogenannte Phishing gestartet. In Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden, Regierungen und der Industrie will das Unternehmen verstärkt gegen Betrug im Internet vorgehen. Bis Ende Juni sollen in über 100 Fällen in Europa, dem nahen Osten und Afrika rechtliche Schritte gegen Personen eingeleitet werden, die des Online-Betrugs verdächtigt werden.

"Phishing ist eine kriminelle Handlung. Sie untergräbt das Vertrauen der Menschen in das Internet: Dadurch werden die Bestrebungen der europäischen Politik zunichte gemacht, Bürger für die Nutzung von innovativen Internetdiensten zu begeistern", erklärte Neil Holloway, Präsident von Microsoft EMEA. Die Initiative hat natürlich auch einen imposanten, PR-wirksamen Namen - "Global Phishing Enforcement Initiative" (GPEI). "Microsoft gegen Phishing" wäre wohl auch zu unspektakulär gewesen.

Aber immerhin gelang es den Verantwortlichen Interpol mit an Bord zu holen. "Die Partnerschaft zwischen Interpol und Microsoft bringt der Polizei in den Mitgliedstaaten von Interpol immense Vorteile, besonders was die Schulung von Beamten bezüglich neuester technologischer Fortschritte betrifft", meint Bernhard Otupal, Crime Intelligence Officer, Abteilung für Finanz- und High-Tech-Kriminalität, Interpol. "Das Wissen über die Entwicklung von Server- und Netzwerk-Produkten von Microsoft kann für Polizeistationen überall auf der Welt entscheidend sein bei kriminaltechnischen Untersuchungen."

Zu den ersten Fällen der GPEI zählen auch Klagen gegen Phisher in Deutschland. Neu ist das Engagement von Microsoft aber nicht: Das Unternehmen geht bereits seit geraumer Zeit zusammen mit Strafverfolgungsbehörden gegen Phishing und andere Formen der Cyber-Kriminalität vor. Es hat im Rahmen seines Wirkens die Sperrung von 4.744 Phishing Sites weltweit veranlasst. Allein in den USA hat Microsoft innerhalb des vergangenen Jahres 117 Gerichtsverfahren zum Thema angestrengt.

Zusätzlich investieren die Redmonder weiter in die technische Abwehr von Phishing-Angriffen. Der Internet Explorer 7 zum Beispiel enthält einen neuen Phishing-Filter. Dieser führt die aktuellen Informationen aus der Industrie zusammen und warnt Anwender vor potenziellen Risiken.







 
 



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