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21. März 2006 07:52 Uhr
Bayern warnt vor Weitergabe von PINs, TANs & Passwörtern


München - Der Trickbetrug via Internet nimmt immer mehr zu. Darauf wies der bayerische Verbraucherschutz-Staatssekretär Otmar Bernhard am Montag in München hin und warnte vor der unbedachten Weitergabe von geheimen Identifikationsdaten wie PIN, TAN oder Passwörtern. "Das inzwischen bekannte 'Phishing' wird immer mehr vom noch raffinierteren 'Pharming' abgelöst. Wurde früher versucht, per gefälschtem E-Mail Passwörter zu erschwindeln, wird der Internetkunde neuerdings auf eine gefälschte, der Originalseite aber zum Verwechseln ähnliche Website umgeleitet. Kunden, die beispielsweise Online-Banking nutzen, können so hohe Verluste erleiden", warnte Bernhard.

Mit wenigen Vorsichtsmaßnahmen könne sich jeder vor diesen Gaunereien schützen: Erstens in E-Mails keine Dateianhänge unbekannter Herkunft und vor allem keine ausführbaren Dateien mit der Endung 'exe', 'bat' oder 'com' öffnen. Zweitens immer aktuelle Virensoftware installiert haben. Drittens auf sichere Internetverbindung achten, die am Kürzel https:// in der Adresszeile und an dem Schlüssel- oder Schlosssymbol am unteren Rand der gängigen Browser erkenntlich ist. Und viertens gilt nach wie vor: Seriöse Institute erfragen niemals vertrauliche Zugangdaten per E-Mail, Telefon oder SMS.

Die Zahl der Phishing-Seiten verdreifachte sich im vergangenen Jahr; 40 der 50 häufigsten Schadprogramme spionieren persönliche Passwörter aus. Aktuell zählt das bayerische Landeskriminalamt hundert Geschädigte pro Monat, die Opfer eines erfolgreichen Phishing- oder Pharming-Angriffs werden. Die geschätzte Dunkelziffer liegt wesentlich höher.

Aufgrund der Zunahme der Fälle zeichnet sich bereits ab, dass die Banken sich ihren Kunden gegenüber nicht mehr so kulant zeigen, wie bisher. Grundsätzlich liegt das Missbrauchsrisiko zwar bei der Bank, jedoch können Schadenersatzansprüche gegen den Kontoinhaber geltend gemacht werden, wenn dieser seine Geheimhaltungspflicht fahrlässig vernachlässigt. Deshalb sollte sich umgehend mit seiner Bank in Verbindung setzen, wer Opfer eines Angriffs geworden ist.







 
 



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