
20. November 2008
Norwegen will niedrige Kurse für Aktienkauf nutzen
Oslo - Norwegen will das niedrige Kursniveau an den Börsen dazu nutzen, seine Öleinnahmen verstärkt in Aktien anzulegen. «Diese Zeiten voller Herausforderungen bieten auch viele Chancen», sagte am Dienstag der leitende Manager des staatlichen Government Pension Fund Global, Yngve Slyngstad. Dieser Fonds mit einem Volumen von mehr als zwei Billionen Kronen (225,5 Milliarden Euro) nimmt den größten Teil der Erträge aus der Öl- und Gasförderung ein.
Nach einem Beschluss des Parlaments will der Fonds den Anteil seiner Aktienbestände allmählich von 40 auf 60 Prozent erhöhen. Bisher mussten mindestens 60 Prozent in Staatsanleihen angelegt sein. «Die gegenwärtige Marktsituation kommt uns sehr gelegen», sagte Slyngstad. «Wir sind ein großer Käufer in einem Markt mit vielen Verkäufern.» Mit Investments in 7.000 Unternehmen in aller Welt sei der Government Pension Fund Global wahrscheinlich der größte Kapitalanleger in Europa, sagte der Fondsmanager. Aufgrund der hohen Ölpreise vor allem im Sommer flossen dem Fonds in den vergangenen zwölf Monaten 400 Milliarden Kronen (45,1 Milliarden Euro) zu.

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