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20. November 2008
IKB erwartet für laufendes Geschäftsjahr 400 Millionen Euro Verlust


Düsseldorf - Der Abbau eines Großteils ihrer risikoreichen Wertpapiere beschert der IKB AG für das laufende Geschäftjahr weitere Millionenverluste. Die Ausgliederung der Vermögenswerte, aber auch Bewertungseffekte durch EU-Auflagen nach der Übernahme durch Lone Star führten zu einem Minus von voraussichtlich 400 Millionen Euro, teilte die Düsseldorfer Mittelstandsbank am späten Mittwochabend mit.

Insgesamt werden den Angaben zufolge nominal 2,6 Milliarden der bei der IKB noch verbliebenen Risiko-Investments von 3,1 Milliarden Euro an eine Zweckgesellschaft in Irland ausgelagert. Bei der durch die Finanzkrise ins Taumeln geratenen Mittelstandsbank verbleiben damit noch Investments im Nominalwert von rund 500 Millionen Euro, von der sich die IKB nach eigenen Angaben leichte Bewertungsgewinne verspricht. Der seit Ausbruch der Krise angestrebte Abbau risikoreicher Portfolioinvestments sei damit nahezu abgeschlossen, sagte ein Sprecher.

IKB trägt Risiko an Zweckgesellschaft

Für einen Großteil der Finanzierung der Zweckgesellschaft sorgen der frühere Eigentümer, die Staatsbank KfW, wie auch der neue Investor Lone Star, der das zeitweise kurz vor der Pleite stehende Düsseldorfer Geldinstitut im August übernommen hatte. Die Mittelstandsbank selbst trägt an der Gesellschaft, die weiterhin in der IKB-Bilanz aufgeführt wird, ein Risiko von 190 Millionen Euro.

Die einst solide IKB war im Juli 2007 als erste deutsche Bank in den Sog der US-Immobilienkrise geraten. Sie hatte sich massiv mit US-Ramschhypotheken verspekuliert und konnte nur durch ein zehn Milliarden schweres Rettungspaket ihrer damaligen Hauptaktionärin, der Staatsbank KfW, des Bundes und privater Banken vor dem Zusammenbruch bewahrt werden.

Der neue Besitzer Lone Star wird die IKB nach eigenen Angaben nun mit rund 225 Millionen Euro den Rücken stärken. Der US-Finanzinvestor habe unter anderem zugesagt, von einer nachrangigen Wandelschuldverschreibung über 123,75 Millionen Euro alle Papiere zu zeichnen, die die anderen Aktionäre nicht beziehen wollten. Das Grundkapital der IKB soll dadurch von knapp 1,5 auf auf 1,6 Milliarden Euro steigen. Unter ihrem neuen Eigentümer will sich die IKB wieder stärker auf das Kerngeschäft der Mittelstandsfinanzierung konzentrieren.








 
 



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