Ab dem Freitag ist Zeit für Winterreifen, Handschuhe und warme Jacken: Mit arktischer Kaltluft und reichlich Schnee bricht der Winter von Norden her über Deutschland herein. An den Mittelgebirgen und den Alpen seien erhebliche Schneemengen zu erwarten, warnte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag. In der nächsten Woche soll es winterlich bleiben.
Die Kaltfront, die mit dem «meteorologischem Vollgas» von Tempo 60 südwärts fegt, liegt den Prognosen zufolge am Freitagmittag auf einer Linie Aachen - Cottbus. Dahinter fallen die Temperaturen auf Werte um null Grad, auf den Bergen gibt es Dauerfrost.
Spätestens in der Nacht zu Samstag gehen die Niederschläge auch in den Niederungen in Schnee über, wobei besonders im Süden sehr starker Wind weht. Dieser Nordwestwind sorge dafür, dass vor allem in den Staulagen des nördlichen Mittelgebirgsrandes, im Erzgebirge und an den Alpen «erhebliche Schneemengen zu erwarten sind und in Verbindung mit dem starken Wind auch Verwehungen. Es braucht nur wenig Fantasie, um sich das dann folgende Verkehrschaos in den Mittelgebirgen vorzustellen», mahnte der DWD-Meteorologe Christoph Hartmann.
Der Auto Club Europa sieht dagegen keinen Grund, Panikstimmung zu verbreiten. «Die meisten Autofahrer werden ihre Fahrweise verantwortungsbewusst auf die widrigen Gegebenheiten einstellen», sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Die Zahl der Unfälle wegen Glätte durch Schnee und Eis sei von 2005 bis 2007 kontinuierlich zurückgegangen.
«Schneelandschaft im Sonnenschein»
Der Winter nistet sich nach seinem furiosen Auftakt erst einmal in Deutschland ein. Bis zum übernächsten Wochenende werde es landesweit Nachtfrost geben - «und sogar Eistage mit Höchstwerten unter null Grad sind in den Niederungen zu erwarten».
Nach einem Nachlassen der Schneeschauer am Sonntag kommt am Montagmorgen westlich des Rheins Nachschub, der zu Behinderungen im Berufsverkehr führen werde. «Mit weiteren Schneefällen ist dann aber nicht mehr zu rechen, eher sind Spaziergänge durch die Schneelandschaft im Sonnenschein möglich», prognostizierte DWD-Meteorologe Hartmann.
