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20. November 2008
Glos und Obermann machen sich für Glasfasernetz-Ausbau stark


Darmstadt - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Telekom-Chef René Obermann haben sich für einen flächendeckenden Ausbau schneller Internetzugänge ausgesprochen. Eine gute Infrastruktur sei die Basis für einen starken Wirtschaftsstandort, sagte Glos am Donnerstag in Darmstadt auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel.


Dörfer und Kleinstädte müssten ebenso gut erschlossen sein wie Ballungsräume, auch auf Halligen und Bergbauernhöfen müssten die Menschen einen schnellen Zugang zum Internet haben. Glos kündigte in diesem Zusammenhang eine Strategie «Breitband der Zukunft» an.


Obermann verwies darauf, dass das bisherige Kupferkabel-Netz schon bald nicht mehr ausreiche, um den rasant wachsenden Datenverkehr im Internet zu bewältigen. Er bezifferte den Investitionsbedarf in Deutschland auf 40 bis 50 Milliarden Euro für die nächsten zehn bis 15 Jahre, europaweit seien es etwa 300 Milliarden Euro. Die Industrie werde solche Milliardensummen jedoch nur investieren, wenn die unternehmerischen Risiken kalkulierbar seien und man in diesem Bereich auch Geld verdienen könne.


Deswegen sei die Politik gefordert, gerade auf europäischer Ebene müssten bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Bislang gebe es jedoch eine Überregulierung von der EU-Kommission, die das Augenmerk auf populäre Preissenkungen für die Verbraucher legt. Diese sei jedoch eine entscheidende Investitionsbremse. «Wir brauchen eine Regulierung, die nicht noch mehr Geld aus dem Markt nimmt», forderte Obermann.









 
 



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