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20. November 2008
Paris erhebt Anklage gegen ruandische Politikerin Kabuye


Paris - Die ruandische Politikerin Rose Kabuye ist nach ihrer Auslieferung aus Deutschland von der französischen Justiz wegen Beihilfe zum Mord angeklagt worden. Wie ihre Anwälte mitteilten, wurde die Präsidentenmitarbeiterin allerdings in der Nacht zum Donnerstag unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt, um den Streit mit der Regierung in Ruanda zu entschärfen. Kabuye darf Frankreich zunächst nicht verlassen und wurde in einem sogenannten Safe House bei Paris untergebracht.

Nach ihrer Festnahme am Frankfurter Flughafen am vorvergangenen Sonntag kam es in Ruanda zu wiederholten Protesten gegen Deutschland und Frankreich. Die 47-Jährige wurde wegen eines von Paris beantragten internationalen Haftbefehls festgenommen.

Die französische Justiz wirft ihr vor, 1994 in das Attentat auf den damaligen ruandischen Präsidenten Juvenal Habyarimana verwickelte gewesen zu sein. Der Anschlag gilt als Auslöser des Völkermordes unter den Tutsi und Hutu. Kabuye soll das Mordkommando bei sich beherbergt haben, bevor dieses das Flugzeug Habyarimanas abschoss.

In einem Interview des Nachrichtensenders France 24 sagte Kabuye, es werde «alles in Ordnung kommen, sobald ich erklären kann, was wirklich passiert ist». Über den Beginn eines möglichen Prozesses gegen sie wurde zunächst nichts bekannt.








 
 



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