Die US-Autobauer müssen weiter auf die von ihnen geforderte staatliche Finanzspritze warten. Der demokratische Fraktionschef im US-Senat, Harry Reid, hat die noch für diese Woche geplante Abstimmung über ein Hilfspaket für General Motors, Ford und Chrysler im Umfang von 25 Milliarden Dollar abgesagt. Die Regierung des scheidenden Präsidenten George W. Bush und republikanische Senatoren hatten sich gegen das von den Demokraten initiierte Hilfspaket für die drei angeschlagenen Autobauer ausgesprochen.
Reid erklärte am Mittwoch weiter, eine Gruppe, die mit Demokraten und Republikanern aus US-Staaten mit Produktionsstandorten der Autoindustrie besetzt ist, versuche nun, sich auf ein abgespecktes Hilfspaket zu verständigen.
GM, Ford und Chrysler haben staatliche Finanzhilfen von insgesamt 25 Milliarden Dollar gefordert. Finanzminister Henry Paulson lehnte es aber ab, einen Teil des 700-Milliarden-Dollar-Pakets für die Banken an die Autokonzerne abzuzweigen.
Republikanische Abgeordnete im Kongress begründeten ihren Widerstand damit, die Konzerne hätten viele der Probleme selbstverschuldet. Die Hersteller hätten vor allem auf große spritfressende Autos statt auf energieeffiziente Wagen gesetzt.
Der Chef von General Motors (GM), Rick Wagoner, hatte am Dienstag die Abgeordneten gewarnt, dass beim Zusammenbruch der drei Konzerne allein im ersten Jahr 3 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen könnten.
