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20. November 2008
Neue Frontlinie im Norden Sri Lankas


Colombo - Regierungstruppen in Sri Lanka haben am Donnerstag eine strategisch wichtige Verteidigungslinie der tamilischen Rebellen überrannt und damit eine neue Front eröffnet. Nach dreitägigen heftigen Kämpfen nahmen sie nach Militärangaben Stellungen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) auf der Halbinsel Jaffna ein. Damit bedrängen die Regierungstruppen das von der LTTE kontrollierte Gebiet jetzt von zwei Seiten.

Bei den Kämpfen in der Nähe von Muhamalai seien zahllose Rebellen getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. «Jetzt rücken wir auf die zweite Verteidigungslinie vor», sagte Militärsprecher Udaya Nanayakkara. Sprecher der LTTE waren wegen Störungen der Telefonleitungen nicht zu erreichen.

Die Eskalation der Kämpfe erschwert die Lage für mehrere hunderttausend Menschen im Rebellengebiet. Sie seien mitten in der Monsun-Saison mit ihren heftigen Regenfällen ohne Unterkunft und von jeder Nahrungsversorgung abgeschnitten, erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und rief die Regierung auf, internationalen Hilfsorganisationen den Zugang zu der Konfliktzone zu öffnen. Menschenrechtsminister Mahinda Samarasinghe wies die Vorwürfe von AI zurück und gab an, dass in den vergangenen Wochen sechs Konvois mit internationaler Nahrungsmittelhilfe in die Region aufgebrochen seien.








 
 



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