Der größte deutsche Autovermieter, Sixt, hat im dritten Quartal deutlich weniger Gewinn gemacht und seine Jahresprognose gesenkt. Aufrund steigender Kosten und fallender Gebrauchtwagenpreise werde das Vorsteuerergebnis 2008 um ein Viertel auf rund 100 Millionen Euro sinken, kündigte die Sixt AG am Donnerstag in Pullach an.
Trotz schlechterer Rahmenbedingungen hatte Sixt seinen operativen Umsatz von Juli bis September um 9,6 Prozent auf 409 Millionen Euro erhöht. Aber höhere Fuhrpark- und Finanzierungskosten und der Einbruch des Gebrauchtwagenmarktes drückten das Vorsteuerergebnis (EBT) um 25 Prozent auf 30 Millionen Euro, der Überschuss fiel auf 21 Millionen.
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz vor allem durch das Auslandsgeschäft um 12 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro, das Vorsteuerergebnis auf 96 Millionen und der Konzernüberschuss auf 66 Millionen Euro.
Der Vorstandschef und Großaktionär Erich Sixt sagte: «Mit dem Wachstum der ersten neun Monate sind wir zufrieden. Sixt entwickelt sich weiterhin dynamischer als die Branche.» Aber wie sich der Konjunkturabschwung auf die Nachfrage nach Mietwagen und Leasingflotten auswirke, sei nicht abzusehen. Der Konzern wolle den operativen Umsatz im Gesamtjahr steigern, aber das Vorsteuerergebnis werde von 138 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 100 Millionen fallen.
Eine Prognose für 2009 sei unmöglich. Die Risiken bestünden «in der Einschränkung des Geschäftsreiseverkehrs im Zuge von Sparmaßnahmen.» Auf der anderen Seite werde die Sixt AG Mietautos und Full Service Leasing verstärkt als kostengünstige Alternative zum Autokauf und zum Besitz und Management von Fahrzeugflotten anpreisen.
