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20. November 2008

Industrie: Schnelleres Internet könnte bis zu 250.000 Jobs schaffen



Berlin - Schnelleres Internet und der verstärkte Einsatz moderner Informationstechnologien könnte den deutschen Arbeitsmarkt nach Ansicht der Industrie spürbar entlasten. Laut Berechnungen des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) könnten bundesweit bis zu 250.000 neue Arbeitsplätze entstehen, wenn jeder dritte Haushalt einen superschnellen Internet-Anschluss über das Glasfasernetz bekäme, berichtete die «Bild»-Zeitung zum (heutigen) IT-Gipfel in Darmstadt.

Demnach haben die BDI-Experten hochgerechnet, dass ein Investitions-Volumen von 15 Milliarden Euro branchenweit zu 50 Milliarden Euro zusätzlichem Umsatz führen würde. So würden die Möglichkeiten für das Arbeiten von zu Hause aus, für das Arbeiten per Online-Videokonferenzen oder auch für die Übertragung von medizinischen Daten wie Röntgenbildern deutlich verbessert oder überhaupt erst geschaffen.

Weiteres Ergebnis der BDI-Untersuchung: Mit Hilfe intelligenter Verkehrstechnik wie Leitsystemen oder Wechselverkehrszeichen könnten Staus vermieden und so 100 Milliarden Euro Kosten im Jahr gespart werden. Diese entstünden dadurch, dass jeder Deutsche jährlich rund 60 Stunden im Straßenverkehr feststecke.

Auch in der öffentlichen Verwaltung würde der Einsatz von mehr Informations- und Kommunikationstechnologie dem Bürgern nützen, wie der BDI erwartet: Mit kürzeren und automatisierten Verfahren könnten einzelne Gebühren um bis zu 50 Prozent sinken und die Wartezeiten bei Behörden deutlich reduziert werden.




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