Die Sparkassen rechnen damit, dass es schon bald Fusionsverhandlungen über eine gemeinsame Landesbank für Süddeutschland gibt. Es gebe im Süden der Republik eine große Aufgeschlossenheit gegenüber einem Zusammenschluss von Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und BayernLB, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, der «Stuttgarter Zeitung». Haasis, der seit langem Fusionen von Landesbanken fordert, sprach von «ermutigenden Zeichen».
Demnächst werde im Grundsatz darüber entschieden, ob die beiden Landesbanken in München und Stuttgart zusammenfinden, sagte Haasis. Anschließend werde noch einige Zeit bis zum Fusionsbeschluss vergehen. Die Risiken der beiden Häuser müssten sauber sortiert werden. Mit der Grundsatzeinigung werde aber ein wichtiges Signal gesetzt. Auch im Fall der Westdeutschen Landesbank (WestLB) erwartet der DSGV in den nächsten Wochen Lösungen. Bis zum Jahresende müsse die Richtung klar sein, sagte der Verbandschef.
Haasis kritisierte die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung, die für die Stuttgarter Landesbank ein eigenes Rettungsnetz aus Mitteln von Land, Stadt Stuttgart und Sparkassen spannen will. Darunter könne die Kreditversorgung des Mittelstandes leiden, warnte er. Die baden-württembergischen Sparkassen sollen sich an der Finanzspritze für die LBBW beteiligen.
