Angesichts der Krise auf den weltweiten Automärkten stellt der Volkswagenkonzern Investitionen und andere Ausgaben auf den Prüfstand. Dazu verabschiedete der Vorstand ein Programm mit der Bezeichnung 18 plus, wie VW am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte.
Außerdem will VW 8 Milliarden Euro in Konstruktion und Bau kleiner und verbrauchsarmer Modelle lenken. «Einen Schwerpunkt bilden hier alternative Antriebe und die Motorenentwicklung mit einem konsequenten Downsizing», teilte der Autobauer mit. Am Freitag soll sich der VW-Aufsichtsrat mit der Investitionsplanung befassen.
Der Volkswagen-Konzern hat im Oktober weltweit 5,1 Prozent weniger Autos abgesetzt als im Oktober 2007. Trotz der Autokrise will VW aber nicht von seinem ehrgeizigen Wachstumskurs abrücken. «Die mit der Strategie 2018 formulierten Ziele bleiben auch angesichts der derzeitigen verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestehen und werden vom Vorstand erneut bekräftigt», teilte der Konzern mit.
Neue ökologische Maßstäbe
Im Jahr 2018 soll nach diesen schon früher vorgestellten Plänen die Marke Volkswagen jährlich 6,6 Millionen Autos verkaufen und zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Der gesamte Konzern mit seinen neun Marken soll nach unbestätigten Berechnungen 2018 deutlich mehr als 10 Millionen Autos verkaufen. 2007 lag der Konzernabsatz bei 6,2 Millionen Stück.
VW will angesichts hoher Ölpreise mehr auf kleine und sparsame Autos setzen: «Im Hinblick auf Fahrzeuge, Aggregate und Leichtbau peilt Volkswagen neue ökologische Maßstäbe an. In diesem Zusammenhang veranschlagt das Unternehmen in den kommenden Jahren Ausgaben für Entwicklung und Investitionen in neue Modelle und Technologien von jährlich mehr als acht Milliarden Euro.»
