
20. November 2008
Greenpeace protestiert in Spanien gegen Atomkraft
Madrid - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat gegen die Nutzung der Atomkraft in Spanien protestiert und die sofortige Abschaltung eines älteren Meilers gefordert. Aktivisten ketteten sich am Donnerstag an die Tore des Atomkraftwerks im nordspanischen Garona und stellten einen Protestcontainer auf, wie Greenpeace mitteilte. Das Kraftwerk in Garona sei technisch veraltet und weise Sicherheitsmängel auf. Deswegen müsse es umgehend geschlossen werden, forderte Greenpeace. Garona ist seit 1970 am Netz.
Darüber hinaus ermahnte Greenpeace die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero, ihre Wahlversprechen einzuhalten und mit dem Atomausstieg zu beginnen. Industrieminister Miguel Sebastian sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview, die Regierung gestatte den Stromkonzernen Investitionen zur Modernisierung und Verlängerung der Laufzeit der bestehenden Kraftwerke. «Sonst werden sie wie geplant nach und nach geschlossen.» Spaniens sechs Atomkraftwerke produzieren derzeit etwa 20 Prozent des gesamten Stromaufkommens.

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