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20. November 2008
(Update) - 13 Verletzte bei Chemieunfall in Osnabrück
Osnabrück - Bei einem Chemieunfall in einem Gewerbegebiet am Osnabrücker Hafen sind am Donnerstag 13 Menschen durch Flusssäure verletzt worden. Nach Angaben der Polizei erlitten bei dem Unfall in der Lagerhalle einer Spedition zwei Lkw-Fahrer und der Fahrer eines Gabelstaplers schwere Verletzungen und mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Zehn weitere Personen seien ambulant in Kliniken behandelt worden, hieß es. Flusssäure ist eine wässrige Lösung von Fluorwasserstoff und stark giftig.
Den Angaben zufolge fuhr ein Gabelstapler beim Beladen eines Lkw gegen einen Gefahrgutbehälter, der 1.000 Liter Flusssäure enthielt. Aus dem beschädigten Behälter traten anschließend etwa 100 Liter der giftigen und stark ätzenden Säure aus. Der Gabelstaplerfahrer habe dann zusammen mit den beiden Lkw-Fahrern versucht, die ausgetretene Säure zu binden.
Ein Lkw-Fahrer sei dabei direkt mit der Flusssäure in Kontakt gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fahrer konnte das Speditionsgelände zwar noch mit seinem Lkw verlassen, musste seine Tour aber bald wegen Übelkeit abbrechen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Gabelstaplers und der zweite Lkw-Fahrer zogen sich durch Säuredämpfe Verletzungen der Atemwege und Augen zu.
Zehn weitere Personen, die sich in der Umgebung der Unfallstelle aufgehalten hätten, seien ambulant in Kliniken behandelt worden, sagte der Polizeisprecher weiter.
Der Unfall ereignete sich am Donnerstagmorgen um 07.40 Uhr. Am frühen Nachmittag hatte die Feuerwehr die Reste der Säure beseitigt.

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