Angsichts des Konjunkturabschwungs denken immer mehr Firmen über Kurzarbeit nach. Seit Oktober werde vermehrt Kurzarbeit angezeigt, sagte die Sprecherin der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA), Ilona Mirtschin, der AP am Donnerstag. Genaue Zahlen lägen allerdings nicht vor, da diese nur alle drei Monate und mit einer Verzögerung von zwei Monaten ermittelt würden. Die BA erhalte Ende November die Zahlen der Arbeitsagenturen für Juli bis Ende September und damit vor Zuspitzung der Finanzkrise.
Nach einem Bericht der «Thüringer Allgemeine», beantragten in Thüringen seit Anfang Oktober wegen der Auftragsflaute mindestens 140 Firmen Kurzarbeit. Davon seien mehr als 1.500 Beschäftigte betroffen.
Wie Mirtschin erklärte, führt allerdings nicht jede Anzeige tatsächlich zu Kurzarbeit. Zunächst müsse die zuständige Arbeitsagentur prüfen, ob überhaupt die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Außerdem würden Unternehmen auch vorsorglich Kurzarbeit anzeigen, dann aber doch keine Unterstützung in Anspruch nehmen. Bei konjunkturell bedingter Kurzarbeit erhalten Mitarbeiter verringerten Lohn, den im Endeffekt die Agentur für Arbeit zahlt.
