Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck hat sein Interesse an einer Übernahme des deutschen Autobauers Opel bekräftigt. «Unser Angebot steht», sagte Asbeck dem Fernsehsender Phoenix am Mittwoch laut Vorabmeldung. Eine spontane Ablehnung seines Angebots vonseiten des Mutterunternehmens General Motors (GM) könne er zwar nicht kommentieren. «Aber vielleicht sind Erkenntnisprozesse auch nicht so ad hoc, sondern auch langwieriger», wurde Asbeck zitiert.
Bei Automobilen werde es eine Bewegung «weg vom Automotive hin zum Elektromotive beziehungsweise Sunmotive» geben, sagte er zur Begründung. «Wir werden in Europa sehen, dass die Leute schauen werden, dass sie nicht mehr an den Tankstellen ausgeräubert werden, sondern auf energieeffiziente Autos blicken.» Die Menschen wollten neue Antriebe wie Elektro- oder Hybridantriebe. «Alles das ist in den Köpfen der Opel-Ingenieure durchaus drin, es muss jetzt freigelassen werden. Opel an sich muss freigelassen werden.»
Am Morgen hatte das Energietechnik-Unternehmen überraschend Übernahmepläne für den deutschen Autobauer präsentiert. Demnach will die deutlich kleinere und branchenfremde Bonner Firma die vier deutschen Opelwerke und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim übernehmen. Dafür will Solarworld aber nichts bezahlen, sondern verlangt von der Opel-Mutter General Motors eine Milliarde Euro. Langfristig soll Opel nur noch Autos mit Elektro- oder Hybridmotoren herstellen. Eine GM-Europa-Sprecherin sagte, Opel stehe nicht zum Verkauf.
