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20. November 2008
Computergewalt macht aggressiv


München - Brutale Computerspiele steigern die Aggressivität der Spieler im wirklichen Leben - das ist das Ergebnis von vier Studien, die Medienwissenschaftler auf einem Kongress der Hochschule München am Donnerstag vorgestellt haben.

Die Gewaltbereitschaft und Straffälligkeit von 14-Jährigen sei umso größer, je mehr sie als Kinder Gewaltspiele gespielt hätten, heißt es in einer Studie von Psychologen und Erziehungswissenschaftlern der Universität Tübingen. «Gewaltspiele führen zu einer geistigen Militarisierung», betonte der Wiesbadener Medienexperte Rainer Fromm.

Wegen der Abstumpfung empfänden Gewalttäter oft keine Reue, sagte Werner Hopf von der Schulberatung Oberbayern. Von der Politik forderte Hopf flächendeckende Testkäufe und hohe Strafen für Verkäufer und Eltern, die sie sich nicht an die bestehenden Altersbeschränkungen halten. Die freiwillige Alterskontrolle müsse abgeschafft und von einer staatlichen Aufsicht ersetzt werden. Außerdem solle die Politik klarere Kriterien aufstellen und extrem gewalthaltige Spiele verbieten.

Dagegen sagte Professor Douglas Gentile von der US-Universität Iowa: «Verbote würden nur dazu führen, dass sich die Eltern besser fühlen, aber nichts bewirken.» Fromm forderte, Computerspiele im Schulunterricht zu thematisieren, wobei nicht vergessen werden dürfe: «Computerspiele machen Spaß und bieten Abenteuer, die die reale Welt nicht bietet.»








 
 



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