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20. November 2008
UNICEF fordert entschlossenes Vorgehen gegen Kinderpornografie


Köln - Das Hilfswerk UNICEF hat zu einem entschlossenen weltweiten Vorgehen gegen Kinderpornografie, Kinderhandel und Kinderprostitution aufgerufen. Nach vorsichtigen Schätzungen würden jährlich etwa 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit als Prostituierte oder Pornodarsteller missbraucht, erklärte das UN-Kinderhilfswerk am Donnerstag anlässlich des 19. Jahrestags der UN-Kinderrechtskonvention.

Bereits 2003 habe es nach einem Bericht der Bundesregierung drei Millionen kinderpornografische Bilder im Internet gegeben, erklärte UNICEF. Die vom BKA registrierten Fälle, in denen solche Bilder über das Internet beschafft wurden, hätten sich zuletzt in einem Jahr auf mehr als 11.000 verdoppelt.

Am (kommenden) Dienstag beginnt in Rio de Janeiro der dritte Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, wie die Organisation mitteilte. Dort sollen Politiker, Kinderschutzexperten, Jugendliche und Wirtschaftsvertreter einen Aktionsplan erarbeiten. Rund 3.000 Delegierte werden laut UNICEF erwartet, darunter 300 Kinder und Jugendliche.

«Von Rio muss ein starkes Signal ausgehen, dass die Welt diese täglichen und millionenfachen Verbrechen an Kindern nicht hinnimmt», sagte Bundestagabgeordnete und UNICEF-Vorstandsmitglied Ekin Deligöz. Eltern, Lehrer und Kinder «brauchen Informationen und Hilfsangebote, damit Kinderpornografie und sexuellen Übergriffen, die im Internet angebahnt werden, endlich ein Riegel vorgeschoben wird».








 
 



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