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20. November 2008
Walisisch offiziell als Minderheitssprache in der EU anerkannt


Brüssel - Walisisch ist nun offiziell als Minderheitssprache der EU anerkannt. Die am Donnerstag in Brüssel getroffene Entscheidung bedeutet, dass walisische Minister bei EU-Sitzungen in ihrer Heimatsprache reden können. Zur Unterstützung der Abläufe wurde in Cardiff, der Hauptstadt von Wales, ein Pool von neun Dolmetschern und Übersetzern eingerichtet.

Walisisch ist eine keltische Sprache, deren Wurzeln ins 6. Jahrhundert reichen. Verwandt ist die Sprache mit dem Bretonischen, dem Irischen und dem Gälischen in Schottland. Auch in Cornwall (Cornish) und auf der Insel Man (Manx) gibt es keltische Sprachinseln. Walisisch wird nach amtlichen Angaben von 21 Prozent der drei Millionen Waliser gesprochen - 1991 waren es 18,7 Prozent gewesen.

Der britische Kulturminister Alun Ffred Jones, der aus Wales kommt, freute sich über den Beschluss: «Walisisch ist eine der ältesten Sprachen Europas, und ich bin begeistert, dass meine Ministerkollegen aus der ganzen EU sie als eine lebendige und dynamische Geschäftssprache erleben werden.»

Die EU hat abgesehen von den Minderheitssprachen 23 Amtssprachen. Die Sprachenvielfalt kostet die Steuerzahler jährlich mehr als eine Milliarde Euro, weil Reden und Dokumente der EU-Institutionen in alle Amtssprachen übersetzt werden müssen.








 
 



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