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20. November 2008
Internationaler Gerichtshof fordert Verhaftung von Darfur-Rebellen


Den Haag - Der Chefankläger des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag hat die Verhaftung von drei Rebellenführern in der sudanesischen Region Darfur gefordert. Dabei geht es um einen Angriff von 1.000 Rebellen am 29. Februar 2007 auf das Flüchtlingslager Haskanita, bei dem zwölf Soldaten der von der Afrikanischen Union gebildeten Friedenstruppe getötet und acht verletzt wurden. Die Namen der beschuldigten Rebellenführer nannte Chefankläger Luis Moreno-Ocampo nicht. «Sie wissen, wer gemeint ist», sagte Moreno-Ocampo der Nachrichtenagentur AP.

Der Angriff auf Haskanita ist der dritte Fall in Darfur, mit dem sich der Gerichtshof der Vereinten Nationen befasst. Im Juli bat Moreno-Ocampo die Richter, einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir auszustellen. Im vergangenen Jahr wurden bereits Haftbefehle gegen den sudanesischen Minister Ahmed Muhammed Harun und Miliz-Kommandeur Ali Kuschajb ausgestellt. Die Regierung in Khartum erkennt den Internationalen Gerichtshof nicht an und hat sich geweigert, die Beschuldigten auszuliefern. In dem Bürgerkrieg kamen bislang 300.000 Menschen ums Leben, 2,5 Millionen wurden aus ihren Häusern vertrieben.








 
 



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