Bei der zweiten Lesung des Sicherheitsabkommens mit den USA ist es im irakischen Parlament zu Tumulten gekommen. Abgeordnete der schiitischen Partei des Geistlichen Muktada al Sadr störten den Ablauf am Donnerstag mit Zwischenrufen. Außerdem schlugen sie mit der Faust auf den Tisch und lieferten sich eine Rangelei mit Sicherheitkräften.
Dennoch wurde die zweite Lesung wie geplant abgeschlossen. Das Abkommen ermöglicht die Stationierung von US-Truppen für drei weitere Jahre, wobei die Verantwortung der irakischen Behörden aber erweitert wird. Bereits am Mittwoch war es zu Tumulten zwischen Sadristen und Abgeordneten der Regierungsparteien gekommen. Die Abstimmung über das Abkommen ist am kommenden Montag geplant.
Der einflussreiche schiitische Großayatollah Ali al Sistani hat erklärt, das Abkommen sei nur akzeptabel, wenn es im Parlament eine breite Mehrheit finde. Unterstützt wird die mit den USA getroffene Vereinbarung von den 85 Abgeordneten der schiitischen Koalitionsparteien sowie den 54 Abgeordneten des kurdischen Blocks. Dies würde für eine knappe Mehrheit reichen.
