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20. November 2008
Post stoppt umstrittene Gedenkmünze


Bonn - Nach Protesten hat die Deutsche Post die Auslieferung einer Gedenkmünze zur Zwangsvereinigung von SPD und KPD gestoppt. «Wir hatten nicht vor, die Gefühle von jemandem zu verletzten und werden die Münze daher nicht mehr vertreiben», sagte ein Postsprecher am Dienstag. Er bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Aus den beiden Parteien war in Ostdeutschland am 22. April 1946 die spätere Staatspartei SED entstanden.

Beschwert hatte sich der Zeitung zufolge unter anderem der Beauftragte der neuen Länder, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Die Opfer der SED würden mit dieser Münze verhöhnt. Nach der Zwangsvereinigung seien viele Sozialdemokraten ins Zuchthaus geworfen worden, zitierte ihn die «Bild».

Die Münze ist Teil einer Sammler-Edition der Post, die unter dem Motto «60 Deutsche Jahre» seit März vertrieben wird. Auf der Vorderseite sind die Konterfeis des ersten DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl und des DDR-Staatsoberhauptes Wilhelm Pieck zu sehen.

«Die Münze sollte lediglich ein Ereignis der deutschen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentieren, eine Wertung war damit nicht verbunden», erklärte der Postsprecher. In einem entsprechenden Begleitbrief sei außerdem explizit auf die negativen Folgen und das menschliche Leid nach der Zwangsvereinigung der SPD und KPD hingewiesen worden. Die Sammler-Edition umfasst insgesamt 36 verschiedene Münzen.








 
 



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