Ihr Standort: Home -> News
  


20. August 2008
(Update) - Brotpreise um 5,5 Prozent gestiegen


Berlin - Verbraucher müssen immer mehr Geld für Brot und Brötchen bezahlen. Von Juli 2007 bis Juni 2008 stiegen die Preise dafür um 5,5 Prozent, wie die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) in Berlin mitteilte. Geschäftsführer Heiko Zentgraf erklärte, damit lägen Backwaren aber im Rahmen des Preisanstiegs für Lebensmittel, der 6,2 Prozent betragen habe. Die weitere Preisentwicklung werde von den Lohn- und Energiekosten, aber auch von den Rohstoffpreisen abhängen.

Im Getreidejahr 2007/2008, das Ende Juni abgelaufen ist, sind die Preise für Brotgetreide regelrecht explodiert. Brotweizen kostete laut GMF im Mittel 63 Prozent mehr als im Vorjahr. Unmittelbar nach der Ernte 2007 hatten sich die Getreidepreise zunächst sogar mehr als verdoppelt.

Der Vorsitzende des Verbands Deutscher Mühlen, Hans-Christoph Erling, erklärte, nach Spitzenpreisen bei Weizen von mehr als 300 Euro pro Tonne und bei Roggen von 260 Euro habe sich aktuell die Lage auf dem Getreidemarkt etwas entspannt. Für die Ernte 2008 seien derzeit für Brotgetreide - je nach Qualität und Region - 180 bis 250 Euro je Tonne zu bezahlen. Die weitere Preisentwicklung sei ungewiss: «Getreide ist zum Spekulationsgut geworden», erklärte Erling.

Ein Sechstel mehr Getreide geerntet

In diesem Jahr wurde in Deutschland rund 47 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Das ist rund ein Sechstel mehr als im Vorjahr und das höchste Ernteergebnis seit 2004. Etwa 28 Millionen Tonnen davon sind Brotgetreide.

Erling sagte, die Qualität der diesjährigen Ernte sei regional sehr unterschiedlich. Aus den 140 Weizen- und 36 Roggensorten stellen die Mühlen allein 16 verschiedene Standard-Mehltypen sowie Vollkorn- und Spezialmehle her. Die durchschnittlichen Einzelhandelspreise für Mehl der Type 405 lagen laut Erling im Juli zwischen 32,8 Prozent (Markenmehl) und 48,6 Prozent (Handelsmehl) höher als im Vorjahr.

Die Typenzahl bei Mehl gibt den Mineralstoffgehalt in Gramm pro 100 Kilogramm an. Es gilt: Je geringer die Typenzahl, desto heller das Mehl. Type 405 ist ein helles Weizenmehl und das bevorzugte Haushaltsmehl, Type 1.800 ein dunkles, mineralstoffreiches Roggenbackschrot.

84,6 Kilogramm Backwaren pro Kopf und Jahr

Ernährungswissenschaftler Zentgraf sagte, der Bundesbürger esse pro Jahr im Durchschnitt 84,6 Kilogramm Backwaren. Dazu gehören neben Brot und Brötchen unter anderen auch Kuchen, Torten, Pizzas oder Döner-Teigtaschen. Bei 94 Prozent der Bundesbürger kommt nach einer aktuellen Umfrage täglich Brot auf den Tisch. Ältere verspeisen es eher klassisch am Morgen und am Abend. Jüngere legen gerne mal zwischendurch und vorwiegend unterwegs eine «Brotzeit» ein.

Inzwischen machten Biobrotsorten 4,7 Prozent des Angebots aus, erklärte Zentgraf. Sie hätten innerhalb eines Jahres um 28 Prozent zugelegt. Dieser Sprung sei in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Discounter Biobrote in ihr Sortiment genommen hätten.








 
 



* kostenlos, 2x täglich
 

Google

Münte ist...

Niemals in die Nato

Irreführung

Aktion gefragt

Offenkundig unverfänlich

Trotz steigender Bruttolöhne?!

Kuhn macht es sich zu leicht

Gute Erfahrungen

Gedächtnislücken MP Tillich

AW: AW: Genug Verdächtigungen


- Anzeige -

 


- Anzeige -

 

Copyright by net-tribune | Impressum | Optimiert für 1024 x 768 pxl Top