Zur Verhinderung weiterer Fälle von illegalem Datenhandel hat der Branchenverband Bitkom schärfere Strafen gefordert. Damit lasse sich eine abschreckende Wirkung erzielen, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder der «Berliner Zeitung». Die aufgedeckten Fälle müssten schnell aufgeklärt werden. Um den Datenklau wirkungsvoller zu bekämpfen, müsse zudem die finanzielle und personelle Ausstattung des Bundesdatenschutzbeauftragten verbessert werden.
Aber auch innerhalb der Firmen müsse der betriebliche Datenschutzbeauftragte einen hohen Stellenwert haben. Ein effektiver Datenschutz wirke sich langfristig auch positiv auf die Kundenbeziehungen aus: «Wenn ein Unternehmen den Datenschutz ernst nimmt, honorieren das die Kunden mit langfristigem Vertrauen», sagte Rohleder.
Die bislang aufgedeckten Fälle nannte der Verbandsvertreter «äußerst beunruhigend». Die Ursache sei aber nicht in fehlenden Gesetzen zu suchen. «Was den Verbraucherschutz und den Schutz von Kundendaten angeht, haben wir in Deutschland mit die strengsten Regeln der Welt», wird Rohleder zitiert. Die Aufnahme des Datenschutzes ins Grundgesetz wäre ein «symbolischer Akt» und könne als solcher nicht schaden, sei aber auch nicht unbedingt nötig, sagte der Bitkom-Hauptgeschäftsführer.
