Das Bundesamt für Strahlenschutz hat zu besserem Schutz vor natürlicher Strahlung aufgerufen. «Der Sonnenschutz muss für uns letztlich so selbstverständlich werden wie das Anlegen des Sicherheitsgurts im Auto», sagte Behördenchef Wolfram König am Mittwoch bei der Vorstellung des Strahlenschutzberichts in Berlin.
Davon sei man derzeit aber noch weit entfernt. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Hautkrebserkrankungen stetig angestiegen. Inzwischen gebe es 140.000 Neuerkrankungen im Jahr, die schwerpunktmäßig durch UV-Strahlung verursacht würden.
Vor allem bei Jugendlichen sei Aufklärung hierüber notwendig, betonte König. «Die Haut vergisst gerade in jungen Jahren nichts.» Die Ursachen einer Hautkrebserkrankung könnten viele Jahre zurückliegen.
König warnte aber auch vor den durch das radioaktive Radon verursachten Risiken. Das Edelgas, das vor allem in den Mittelgebirgen vorkommt, kann man weder riechen noch schmecken. Das Einatmen von größeren Radonmengen sei inzwischen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen, sagte König. Rund 1.900 Menschen pro Jahr stürben in Deutschland an den Folgen der Radonbelastung.
Das Radon dringt in der Regel durch die Kellerräume in Wohnungen ein. Durch einfache Baumaßnahmen, die nicht viel kosteten, könne man sich davor schützen, sagte König.
