Düsseldorf (dhg) - Klein, praktisch und enorm leistungsfähig - USB-Sticks haben Disketten als mobile Speichermedien in den Unternehmen weitgehend abgelöst und enthalten heute oft auch unternehmenskritische Daten. Auf Gefahren, die gerade aus der Kombination von großer Speicherkapazität und den geringen Abmessungen entstehen, sind die Unternehmen jedoch kaum vorbereitet.
So hat eine vom Sicherheitsspezialisten Pointsec unter rund 300 IT-Verantwortlichen in Großbritannien durchgeführte Umfrage zum Thema "Mobile Speichermedien am Arbeitsplatz" gravierende Sicherheitslücken beim Einsatz von USB-Sticks aufgedeckt. Zwar gaben 90 Prozent der Befragten an, sich der Gefahren der mobilen Speichermedien bewusst zu sein, wirksame Maßnahmen werden in der Praxis jedoch nur selten ergriffen: 69 Prozent der Befragten lassen die Daten auf ihren mobilen Speichermedien ohne professionellen Schutz.
"USB-Sticks bilden heute eine gefährliche Lücke im Sicherheitskonzept der Unternehmen, obwohl sie den Endpunkt in den Netzwerken der meisten Unternehmen darstellen", erklärt Jürgen Borchert, Geschäftsführer von Pointsec in Düsseldorf. "Während die Unternehmen ihre stationären Systeme mit Firewalls, Zugriffskontrollen usw. aufwändig sichern, tragen die Mitarbeiter wichtige Daten und komplette Datenbanken in der Hosentasche herum."
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Zwar greifen 84 Prozent der Unternehmen auf die handlichen Datenträger zurück. Aber nur 54 Prozent haben USB-Sticks überhaupt offiziell zugelassen.
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