
20. März 2006 08:17 Uhr
Online-Banking: Hessische Behörden warnen vor Pharming
Fulda - Internet-Kriminelle sind ständig auf der Suche nach neuen Tricks, um ihre Opfer auszuspionieren. Wer Online-Banking nutzt oder im Internet einkauft, steht auf der Liste der gefährdeten Surfer obenan. Beim gängigen Phishing werden Surfer per E-Mail auf gefälschte Webseiten gelockt und dort aufgefordert, Passworte, PIN-Codes und andere sensible Daten preiszugeben. Eine neue Gefahr für Internetnutzer heißt Pharming. Dabei werden die technischen Abläufe beim Aufrufen einer Webseite manipuliert und der Surfer unbemerkt auf gefälschte Seiten umgeleitet. Wie beim Phishing ist es dann möglich, Benutzerdaten auszuspähen und für kriminelle Absichten zu missbrauchen. Davor warnt die hessische Polizei.
Online-Banking und andere sensible Internettransaktion erfolgen in der Regel über sichere Internetverbindungen. Dann beginnt die Webadresse nicht mit http://, sondern mit https://. Gleichzeitig sollten am Browser vorhandene SSL-Optionen für eine sichere 128-Bit-Verschlüsselung aktiviert werden. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Osthessen empfiehlt darüber hinaus, stets das Sicherheitszertifikat der Webseite zu überprüfen, über die man persönliche Daten eingeben will.
Am unteren Rand eines jeden Browserfensters befindet sich bei SSL-Verbindungen das Symbol eines Vorhängeschlosses oder Schlüssels. Per Mausklick auf dieses Symbol wird das Sicherheitszertifikat einer Webseite angezeigt. Meldet der Browser, dass er für den Server, der diese Webseite anbietet, ein solches Zertifikat nicht zuordnen kann, ist Vorsicht geboten. Die angesteuerte Webseite könnte eine Fälschung sein. "In diesem Falle sollte die Identifikation sofort abgebrochen und die Polizei informiert werden", so die Beamten.
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