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Studie: IT-Dienstleister weiter optimistisch
20. Januar 2005 - 11:53 Uhr

Berlin - Laut einer heute von Berlecon Research veröffentlichten Marktanalyse hat sich die Stimmung unter den IT-Dienstleistern in Deutschland deutlich aufgehellt. Allerdings erwarten die Anbieter weiterhin starken Preisdruck. Entgegen der öffentlichen Diskussion werden Offshore-Angebote nur von knapp 20 Prozent der Anbieter als Bedrohung wahrgenommen.

Die aktuelle Studie der Marktforscher zeigt, dass die Erwartungen der IT-Dienstleister an die wirtschaftliche Entwicklung sich im Vergleich zur letzten Erhebung in 2003 deutlich verbessert haben, auch wenn die Rahmenbedingungen im IT-Services-Markt weiterhin schwierig bleiben.

Laut Berlecon fallen die konjunkturellen Erwartungen der Anbieter aber zwiespältig aus. Zwar geht der überwiegende Teil der IT-Dienstleister von Zuwächsen bei Umsatz, Ertrag, Auftrags- und Personalbestand aus, aber auch für 2005 rechnen die Anbieter mit starkem Druck auf die zu erzielenden Preise. Gerade mal 5 Prozent der befragten Unternehmen zeigen Optimismus bei der Preisentwicklung, 74 Prozent rechnen mit konstanten Preisen und 21 Prozent erwarten weiter sinkende Preise.

Diese Einschätzung wird durch die Daten zu den im Projektgeschäft 2004 erzielten Tagessätzen bekräftigt. "Die Tagessätze sind auf ähnlichem Niveau wie in 2002, erst für 2006 erwarten die Anbieter leichte Verbesserungen", erläutert Dr. Thorsten Wichmann, Geschäftsführer von Berlecon Research. Beim Vergleich der Tagessätze für die einzelnen Qualifikationsstufen zeichnen sich unterschiedliche Tendenzen ab.

"Vor allem die Tagessätze für einfache Arbeiten wie z.B. Implementierungsunterstützung sind weiter unter Druck. Dagegen konnten die Anbieter für vergleichsweise hochqualifizierte Tätigkeiten wie Management Consulting leicht höhere Sätze durchsetzen. Allerdings fallen die Unterschiede eher moderat aus und sollten daher nicht überbewertet werden", so Wichmann.

Zugleich relativiert die aktuelle Studie die in der Presse häufig diskutierte Bedrohung des gesamten IT-Sektors durch Offshore-Angebote. So betrachten weniger als 20 Prozent der befragten IT-Dienstleister Offshore als ernsthafte Konkurrenz. Ein großer Teil der Anbieter fokussiert sich auf Leistungen, in denen die auswärtigen Mitbewerber ihrer Meinung nach keine Preisvorteile haben.

"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die öffentliche Diskussion die Bedrohung durch Offshore-Dienstleister derzeit überzeichnet. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Anbieter die mittelfristige Konkurrenz durch Offshore unterschätzen", warnt Wichmann.



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Dienstag, 02. Dez. 2008







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