Ihr Standort: Home -> News
  


19. November 2008
Chrysler: Ohne Finanzhilfe droht der Untergang


Washington - Der US-Autobauer Chrysler steht nach eigenen Angaben vor dem Abgrund, falls er keine staatliche Finanzspritze erhält. Konzernchef Robert Nardelli erklärte am Dienstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats, Chrysler habe pro Monat zwischen vier und fünf Milliarden Dollar an Kosten für Löhne und Gehälter, zur Bezahlung der Rechnungen von Zuliefern und anderes.

Falls Chrysler Insolvenz beantrage, wären die Kosten für eine Umstrukturierung größer als die Ausgaben, die der Staat für eine Überbrückungshilfe zahlen müsse, sagte Nardelli in einer schriftlichen Erklärung weiter. Und es sei nicht sicher, dass Chrysler nach einer Insolvenz weiterbestehen könne. Die Äußerungen des Konzernchefs geben einen ersten Blick auf die aktuelle Situation bei dem angeschlagenen Autobauer.

Mit schneller staatlicher Hilfe kann Chrysler allerdings ebenso wenig rechnen wie seine beiden größeren amerikanischen Konkurrenten, Ford und General Motors. Finanzminister Henry Paulson lehnte es am Dienstag ab, einen Teil des 700-Milliarden-Dollar-Pakets für die Banken an die drei Autobauer abzuzweigen. Auch im Kongress wurden Vorbehalte laut.

«Unsere Branche braucht eine Brücke, um den finanziellen Abgrund zu überbrücken, der sich vor uns aufgetan hat», erklärte General-Motors-Vorstandschef Rick Wagoner vor dem Bankenausschuss des Senats. Die drei Konzerne haben um eine staatliche Hilfe von 25 Milliarden Dollar gebeten. Wagoner machte keine eigenen Management-Fehler, sondern die Finanzkrise für die schlechte Lage verantwortlich. Ein Zusammenbruch der Branche würde den Verlust von drei Millionen Arbeitsplätzen bedeuten, warnte der Chef der Opel-Konzernmutter.

Der demokratische Ausschussvorsitzende Christopher Dodd sagte jedoch den Manager, ihre Branche suche eine «Behandlung für weitgehend selbst zugefügte Wunden». Der republikanische Senator Mike Enzi kritisierte, die Finanzkrise sei «nicht der einzige Grund, warum die heimische Automobilindustrie in Schwierigkeiten ist». Er nannte ineffiziente Produktionsstrukturen und kostspielige Tarifverträge.

Die Demokraten streben jedoch eine Gesetzesvorlage an, wonach die Autohersteller und ihre Zulieferer 25 Milliarden Dollar aus dem Rettungspaket für die Finanzindustrie erhalten sollen. Im Gegenzug sollen den Managern die Bonuszahlungen gestrichen werden.








 
 



* kostenlos, 2x täglich
 

Google

gegen den Walfang

Finanznöte des Merckle-Imperiums

Vom hohen Rosenthal Ross gefallen

Keine festen Alkoholgrenzen?

Klimaerwärmung?

Wieso immer zahlen?

Das können Verbraucher viel schneller

miley

Fotos

Staatsbuettel 007


- Anzeige -

 


- Anzeige -

 

Copyright by net-tribune | Impressum | Optimiert für 1024 x 768 pxl Top