Es ist nicht einfach, eine kleine Tasche rund 320 Kilometer über der Erde in der Schwerelosigkeit des Alls festzuhalten. Der US-Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper rutschte jetzt bei der Reparatur eines defekten Sonnensegels an der Internationalen Raumstation (ISS) ihre Werkzeugtasche aus der Hand. Es ist einer der größten Gegenstände, den je ein Raumfahrer im All verloren hat. Aber es ist nicht der einzige.
Im September 2006 verlor der Astronaut Joe Tanner bei Arbeiten an der ISS einen Bolzen, eine Feder und eine Dichtung.
Während eines Einsatz im Juli 2006 verloren Piers Sellers und Michael Fossum einen 35 Zentimeter langen Spachtel, als sie eine Reparaturmethode für die Raumfähre testeten.
Im März 2001 löste sich beim Astronauten Jim Voss bei Arbeiten an der ISS eine Halterund für die Sicherung der Raumfahrer vom Roboterarm des Space Shuttles und trieb ins All. Etwas später mussten bei dieser Mission die Triebwerke der «Discovery» gezündet werden, um sie in eine andere Umlaufbahn zu bringen, um einem Stück Weltraumschrott auszuweichen.
Während eines Außenbordeinsatzes im Dezember 1998 an der ISS verlor der Astronaut Jerry Ross ein Stück einer Isolierung und zwei Werkzeuge.
