
19. November 2008
Metall-Tarifeinigung in Sachsen und Thüringen
Dresden - Die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche in Sachsen und Thüringen bekommen mehr Geld. Die Tarifparteien übernahmen am Dienstag den Pilotabschluss von Baden-Württemberg in allen wesentlichen Punkten, wie die IG Metall mitteilte. Der sächsische Bezirksleiter Olivier Höbel sprach von einem tragfähigen Kompromiss in einer wirtschaftlich komplizierten Lage. Der für Thüringen zuständige Bezirksleiter Armin Schild sagte, das Ergebnis sei vor dem Hintergrund einer durch skrupellose Finanzmarktgeschäfte verursachten besonders schwierigen wirtschaftlichen Situation zustande gekommen.
Den Angaben zufolge werden die Entgelte ab Februar 2009 in zwei Stufen um 4,2 Prozent angehoben. Hinzu kommen Einmalzahlungen. Der Tarifvertrag gilt in Thüringen für 21.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen. In Sachsen gibt es rund 140.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektrobranche. Allerdings sind nach Angaben des Arbeitgeberverbandes VSME nur noch 56 zumeist größere Unternehmen mit etwa 20.000 Beschäftigten tarifgebunden.

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