Ein Lagerfeuer von zehn College-Studenten hat wohl zu dem verheerenden Waldbrand in der Nähe von Santa Barbara geführt, bei dem 210 Häuser ein Raub der Flammen und mehr als zwei Dutzend Menschen verletzt wurden. Wie Bezirks-Sheriff Bill Brown am Dienstag mitteilte, führte ein anonymer Hinweis auf die Spur der Gruppe. Sie hätten sich abends auf einem verlassenen Grundstück getroffen, auf dem das Feuer begann. «Es war offenbar Fahrlässigkeit, keine kriminelle Absicht», sagte Brown.
Die College-Studenten verließen das Lagerfeuer demnach mitten in der Nacht, als die Asche noch glühte. Etwa 13 bis 14 Stunden später führte Funkenflug dann zu dem Waldbrand, wie Brown sagte. «Sie dachten, das wäre aus. Aber wir wissen noch nicht genau, was sie dafür getan haben.» Der Brand war der erste von dreien im Süden Kaliforniens in der vergangenen Woche. Dabei wurden insgesamt rund 1.000 Häuser zerstört oder beschädigt und 168 Quadratkilometer Land verwüstet. Das entspricht etwa der Fläche von Wuppertal oder Karlsruhe.
Die Lage in den Waldbrandgebieten hat sich inzwischen weiter entspannt. Die Feuerwehr konnte weitere Erfolge im Kampf gegen die Brände verzeichnen, die weitgehend eingedämmt waren. Die meisten Evakuierungsanordnungen konnten aufgehoben werden.
US-Präsident George W. Bush und Gouverneur Arnold Schwarzenegger haben für die Opfer der schweren Waldbrände in Kalifornien den Weg für staatliche Finanzhilfen freigemacht. Damit erhalten Betroffene Hilfe beispielsweise beim Ersatz zerstörter Ausweispapiere oder der Inspektion von Grundstücken. Wer infolge der Brände seinen Arbeitsplatz verloren hat, kann ebenfalls mit staatlichen Beihilfen rechnen.
