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19. November 2008
Mit grünen Informationstechnologien der Krise trotzen


Darmstadt - Im Zeichen der Wirtschaftskrise rechnet auch die deutsche IT-Branche mit drastischen Umsatzeinbußen. Wie der Standort Deutschland in diesen Zeiten gestärkt werden kann, wollen Informations- und Telekommunikationstechnik mit Politikern und Wissenschaftlern am morgigen Donnerstag auf dem Dritten nationalen IT-Gipfel in Darmstadt beraten. Angesagt haben sich unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Michael Glos, Bildungsministerin Annette Schavan, Justizministerin Brigitte Zypries und Telekom-Chef René Obermann.

42 Prozent der großen Unternehmen fürchten derzeit negative Auswirkungen der sich abzeichnenden Rezession auf ihr Geschäft, bei den kleinen und mittleren Unternehmen sind es gut ein Viertel, wie eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ergab. 27 Prozent der Unternehmen, doppelt so viele wie noch im Oktober, bekommen demnach schon jetzt weniger Aufträge als erwartet.

Vor allem der Frage nach den Wachstumsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wird deswegen beim IT-Gipfel große Bedeutung zukommen. Ein zentraler Punkt dabei: die so genannte grüne Informationstechnologie (Green IT). Diese bezeichnet zum einen energie- und ressourcensparende IKT-Produkte, aber auch das Sparen von Energie und Ressourcen durch Einsatz von IKT-Produkten.

Merkel mahnt Nachhaltigkeit an

Gerade erst hat Bundeskanzlerin Merkel die Verankerung des Nachhaltigkeitsprinzips auch in der Informationstechnologie angemahnt. «Grüne Informationstechnologien» seien ein gutes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften, sagte die CDU-Politikerin in ihrer Videobotschaft am vergangenen Wochenende.

Merkel erinnerte daran, dass die Bundesregierung sich vorgenommen habe, die Energieeffizienz und die Energieproduktivität zwischen 1990 und 2020 zu verdoppeln. «Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel, und wir wissen, dass wir dies ohne Einsatz der Informationstechnologie überhaupt nicht schaffen können», sagte sie.

Privatheit im digitalen Zeitalter

Ein weiterer Schwerpunkt des Gipfels werden die Themen Digitale Persönlichkeit und Datensicherheit sein. Heute nutzen zwei Drittel aller Deutschen über zehn Jahren regelmäßig das Internet und hinterlassen dabei eine mehr oder weniger breite Datenspur. Informationen aus nahezu allen Lebensbereichen der Bürger sind elektronisch gespeichert und damit leicht recherchierbar und verknüpfbar.

Diese Fülle an Daten ist dem staatlichen wie dem privaten Zugriff ausgesetzt. Missbrauchsmöglichkeiten können das Vertrauen in die Sicherheit des Internets beim Nutzer erschüttern und damit die Bereitschaft zur Nutzung des Internets beeinträchtigen. Das könnte dazu führen, dass das Potenzial von Wertschöpfung und Persönlichkeitsentfaltung im Internet nur unvollständig genutzt wird. Um dem zu begegnen wollen die Teilnehmer des IT-Gipfels beraten, wie Privatheit im digitalen Zeitalter rechtlich und praktisch gewährleistet werden kann.








 
 



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