Das für den Mittwoch geplante Spitzengespräch von Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen und den Chefs der drei Bahn-Gewerkschaften ist abgesagt worden. Dies bestätigte die Lokführergewerkschaft GDL. Bei dem Treffen in Frankfurt am Main sollte es um die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf den Konzern gehen.
Hansen hatte die Vorsitzenden von Transnet, GDBA und GDL zu dem Gespräch eingeladen. Er wolle sie über die aktuellen Einschätzungen unterrichten «und die sich daraus ergebenden Perspektiven» besprechen, hieß es in dem Einladungsschreiben. Die konjunkturellen Aussichten hätten sich durch die weltweite Finanzmarktkrise «drastisch eingetrübt», schrieb Hansen. «Auch der DB-Konzern ist in seinen Kernaktivitäten von dieser Entwicklung betroffen.» Verbunden mit den sich ebenfalls deutlich verschlechternden wettbewerblichen Rahmenbedingungen für die DB-Gesellschaften seien erhebliche Risiken für «unsere wirtschaftliche Position in 2009 und darüber hinaus entstanden».
In der vergangenen Woche hatten Transnet und GDBA erklärt, sie gingen mit einer Tarifforderung von zehn Prozent in die nächste Entgeltrunde. Der aktuelle Tarif gilt bis 31. Januar.
