Bei einem Gewaltverbrechen im niederbayerischen Volkenschwand ist ein Ehepaar in seinem eigenen Haus ermordet und eine Putzfrau lebensgefährlich verletzt worden. Wie ein Sprecher der Polizei in Landshut am Mittwoch sagte, entdeckte eine Nachbarin die Opfer am Dienstagabend in einem Büro im Erdgeschoss des abgelegenen Wohnhauses. Der 55-jährige Hausbesitzer und Ehemann sei an Stich- und Schnittverletzungen gestorben, seiner 53 Jahre alten Ehefrau und der 32-jährigen Haushaltshilfe sei in den Kopf geschossen worden.
Über Täter, ein Tatmotiv und den Tatablauf sei derzeit noch nichts bekannt, sagte der Polizeisprecher. Man gehe aber von mindestens einer weiteren Person aus und schließe einen Raubüberfall nicht aus. Es seien Räume durchwühlt worden. Die Tatwaffen seien noch nicht gefunden worden. Die überlebende Haushaltshilfe schwebe in Lebensgefahr und sei nicht ansprechbar, sagte der Sprecher.
Die Opfer wurden entdeckt, weil die Putzfrau ihr vierjähriges Kind am Dienstagnachmittag nicht vom Kindergarten abgeholt hatte und ihr Ehemann deshalb nachforschte. Weil er wusste, dass seine Frau zu dem Ehepaar gefahren war, um dort zu putzen, bat er eine Nachbarin, dort nach ihr zu suchen, wie der Sprecher sagte. Die Frau entdeckte dann am frühen Abend die Opfer, als sie durch ein Fenster in das Haus sah. Ersten Ermittlungen zufolge bekamen Nachbarn von dem Verbrechen nichts mit, da das Haus der Opfer nach Polizeiangaben etwas abgelegen ist.
Wie der Sprecher sagte, war der ermordete Mann im Bereich Versicherungen und Finanzgeschäfte tätig. Ob das Verbrechen aber mit seinem Beruf in Zusammenhang stehe, sei völlig unklar.
