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19. November 2008
Fast jedes zweite Billigspielzeug fällt bei Sicherheitstest durch


Köln - Fast jedes zweite Billigspielzeug birgt nach einem Test des TÜV Rheinland ein hohes Sicherheitsrisiko. 23 von 50 Produkten dürften in der EU gar nicht verkauft werden, weil sie nicht einmal den gesetzlichen Mindestanforderungen genügen, wie die unabhängigen Produktprüfer am Dienstag mitteilten. Ein Drittel der Spielzeuge enthält den Angaben zufolge verbotene Weichmacher und verschluckbare Kleinteile, die sich leicht lösen. Die Experten raten bei der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk daher zur Vorsicht.


Weichmacher in Kunststoff - die so genannten Phthalate - stehen laut TÜV im Verdacht, krebserregend sowie hormonell und toxisch zu wirken. Bestimmte Weichmacher in Spielzeug, das innerhalb der Europäischen Union verkauft werden soll, sind daher generell verboten. Sie wurden laut TÜV dennoch in 20 Prozent der getesteten Billigspielzeuge gefunden.


Bei sieben geprüften Spielzeugen hätten sich zudem verschluckbare Kleinteile gelöst, die besonders für Kinder unter drei Jahren sehr gefährlich seien, sagte Karlheinz Hieronymus, Experte des Fachzentrums für Spielzeug beim TÜV Rheinland.

Mangelnde Sorgfaltspflicht

Bei 17 Spielzeugen waren den Angaben zufolge zudem die Kennzeichnungen, Warnhinweise oder Anschriften nicht korrekt und vollständig. Auch dies lässt nach Ansicht der Experten Rückschlüsse auf die mangelnde Sorgfaltspflicht der Hersteller oder Importeure schließen.


Gleiches gelte für ein weiteres Problem, das bei zwölf Produkten aufgetreten sei: Manche billigen Kunststoff-Spielzeuge haben demnach einen extrem unangenehmen Geruch. Es sei nicht auszuschließen, dass zum Beispiel flüchtige Lösemittel letztlich die Gesundheit gefährdeten, hieß es. Dies lasse einen Rückschluss auf minderwertige Materialien zu. Bei einem Spielzeug war darüber hinaus sogar das Batteriefach ungesichert.


Die TÜV-Experten raten Verbrauchern daher, besser ein gutes Spielzeug als mehrere billige zu kaufen. «Bei einem Puppenset, das aus Asien stammt und für 1 Euro in Deutschland verkauft wird, ist davon auszugehen, dass in der Produktion weder bei den Sozial- und Umweltstandards, noch bei der Qualität ein vertretbares Niveau erreicht wird», sagte Hieronymus.


Orientierung beim Kauf bietet dem TÜV zufolge ein unabhängiges Prüfzeichen wie beispielsweise das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.









 
 



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