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19. Oktober 2008

Verhaftungen nach Tod von US-Journalist in Oaxaca



Mexiko-Stadt - Zwei Jahre nach den tödlichen Schüssen auf den US-Journalisten Brad Will in der mexikanischen Stadt Oaxaca sind zwei Mitglieder der Protestbewegung verhaftet worden. Einer der beiden Männer habe geschossen, der andere habe dabei geholfen, das Verbrechen zu vertuschen, teilte Staatsanwalt Victor Corzo am Freitag mit.

Der 36-jährige Videojournalist Will wurde am 27. Oktober 2006 getötet, als er mit der Filmkamera für den linksgerichteten Internet-Nachrichtendienst Indymedia.org über Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei berichtete. Die Kugeln trafen ihn nach Angaben der Ermittlungsbehörden aus kurzer Distanz. Auf seinem letzten Video ist eine Stimme zu hören, die ihn auffordert, das Filmen zu stoppen.

Die Protestbewegung, organisiert in der Volksversammlung von Oaxaca (APP), wies die Beschuldigung gegen ihre beiden Mitglieder zurück. APPO-Sprecher Florentino Lopez sagte, die beiden seien unschuldig. Will sei von bewaffneten Anhängern der Regierung erschossen worden. «Diese Verhaftungen sind Teil einer Welle der Regierungsaggression gegen die APP», sagte Lopez. Die mexikanische Menschenrechtsorganisation hat den Behörden kürzlich Versäumnisse bei den Ermittlungen zum Tod von Will vorgeworfen. So seien wichtige Zeugen nicht befragt worden, und es habe auch keine vollständige Autopsie gegeben.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International äußerte sich am Freitag besorgt über die Verhaftung der beiden Männer. Die Staatsanwälte hätten die gerichtsmedizinischen Beweise nicht angemessen bewertet und seinen anderen Hinweisen nicht nachgegangen.






 

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