Kinderschänder von Halle soll mit Massen-Speicheltest ermittelt werden
veröffentlicht am 19.03.2007

Auf der Suche nach einem Kinderschänder startet kommende Woche in Sachsen-Anhalt ein Massenspeicheltest. 2.500 Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren aus dem nördlichen Stadtteil von Halle an der Saale bekommen einen Brief mit der Bitte, einen freiwilligen Speicheltest abzugeben, wie Polizeisprecher Siegfried Koch am Sonntag mitteilte.
Halle - Auf der Suche nach einem Kinderschänder startet kommende Woche in Sachsen-Anhalt ein Massenspeicheltest. 2.500 Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren aus dem nördlichen Stadtteil von Halle an der Saale bekommen einen Brief mit der Bitte, einen freiwilligen Speicheltest abzugeben, wie Polizeisprecher Siegfried Koch am Sonntag mitteilte.
Seinen Angaben zufolge überfällt der Täter Schülerinnen um die Mittagszeit auf dem Schulweg und missbraucht sie. Das erste Opfer in Halle war am 16. Oktober 2006 ein neunjähriges Mädchen. Die letzte Tat wurde am 19. Januar 2007 registriert. Zahlreiche Fakten sprechen den Angaben zufolge dafür, dass der Unbekannte für weitere fünf Fälle verantwortlich ist, darunter auch in Berlin und Jena.
Bislang gingen die Kriminalisten davon aus, dass der Täter bereits einschlägig vorbestraft ist. Weil entsprechende Ermittlungen nicht zum Ergebnis geführt hätten, gebe es nun einen freiwilligen Massenspeicheltest.
Die Opfer haben den Täter den Angaben zufolge als zwischen 30 und 50 Jahre alt beschrieben. Der Mann sei zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß und von schlanker Gestalt und habe kurze dunkle Haare mit Stirnecken. Er spreche hochdeutsch mit mitteldeutschem Akzent. Ein Phantombild des unbekannten Täters liegt nicht vor.
(© AP)



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