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Wegen Personalmangels: Daten vom Titan drohen unterzugehen
19. Januar 2005 - 11:58 Uhr

Hamburg - Nach der erfolgreichen Landung der Huygens-Sonde auf dem Saturnmond Titan klagen deutsche Forscher gegenüber der ZEIT, dass sie die riesigen Datenmengen aus Personalmangel zum Teil nicht richtig verarbeiten können.

"Für die Auswertung der Daten vom Ultra-violet-Imaging-Spektrografen auf Cassini fehlt mir schlicht ein Postdoktorand", sagt der Planetenforscher Horst Uwe Keller vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau. Cassini ist der Name der Saturnsonde, die Huygens zum Titan brachte.

Auch dem Astronomen Eberhard Grün vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg steht nach jahrelangen Kürzungen nur noch eine "Restgruppe" zur Verfügung, um Daten zum kosmischen Staub zu analysieren. "Wir kämpfen derzeit darum, Doktoranden zu bekommen", sagt Grün.

Den Grund für ihre Misere sehen die Forscher in der mangelnden politischen Unterstützung. Anders als das Lob von Bundesforschungsministerin Bulmahn - die die Huygens-Mission als "hervorragendes Symbol europäischer Zusammenarbeit" anpries - vermuten lasse, werde die extraterrestrische Forschung in Deutschland seit Jahren stiefmütterlich behandelt.

Wertvolle Daten aus dem All könnten daher hierzulande ungenutzt in den Computern alt werden.



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