Berlin - "Legale Musikangebote im Internet werden in Deutschland immer stärker bekannt und genutzt", erklärt Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. "Die Zahl der Personen, die legale Musikangebote in Deutschland nutzen, ist wesentlich gestiegen und liegt inzwischen bei fast zwei Dritteln - ein großer Erfolg für die Etablierung des legalen Musikmarktes im Internet."
62 Prozent aller Personen in Deutschland unter 30 Jahren kennen legale Angebote - eine Zunahme um rund 15 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Geändert hat sich auch das Nutzerverhalten: 64 Prozent aller User, die Musik tatsächlich aus dem Internet herunterladen, nutzen dafür legale kommerzielle Angebote und Künstlerwebseiten. Während illegale Musikangebote früher die Musiknutzung im Internet dominiert haben, ändert sich dies anscheinend allmählich.
Auch die Kenntnis der Illegalität von Angeboten in "Tauschbörsen" ist enorm hoch: 75 Prozent der Deutschen wissen, dass Musikangebote in "Tauschbörsen" praktisch immer illegal sind. Dies ist fast gleichauf mit den Österreichern (78 Prozent) das höchste Ergebnis in Europa. 66 Prozent aller Befragten in Deutschland denken, dass die eingeleiteten Rechtsverfahren gegen illegale Anbieter abschreckend wirken und illegale Angebote in "Tauschbörsen" wirkungsvoll bekämpfen - eine Bestätigung der Strategie der Musikwirtschaft.
Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die im Auftrag des internationalen Tonträgerverbandes IFPI von der GfK in Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Österreich, Italien und Frankreich durchgeführt wurde.
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